Die Berlinale bietet mit 400 Filmen ein wirklich sehr breites Angebotsspektrum, was wiederum bedeutet, dass man sich entscheiden muss. Rein nach Interesse Filme auszuwählen, macht wohl Sinn. Dann passiert es natürlich, dass man eben Leute trifft, die von einem anderen Film derartig begeistert schwärmen und man sich ärgert. Auch Charlott erging es so. Jedoch stellt sie fest, dass es auch ungesund ist, zu viele Filme an einem Tag zu schauen. ‚Wo bleibt da die Zeit zur Verarbeitung und zum Nachdenken?’ fragt sie sich und freut sich, dass sie den groß angekündigten Action-Film Unknown von Regisseur Jaume Collet-Serra auf keinen Fall verpassen wird.
Das besondere an diesem Blockbuster: Er spielt in Deutschland. In Berlin. Bei sehr viel Action durch Verfolgungsjagten und Explosionen bleibt jedoch die eigentliche Geschichte des Films laut Charlott etwas auf der Strecke. An der Seite von Hauptdarsteller Liam Neeson geht der deutsche Hollywood-Export Diane Kruger, die im letzten Jahr selbst den Vorsitz der IFB-Jury hatte, ziemlich unter. Außerdem bleibt wenig Zeit für Romantik. Die Bekämpfung des Welthungers steht im Vordergrund und man hoffte wohl, dass der Zuschauer diesen humanitären Gedanken auch nach dem Film mit nach Hause nimmt. Pustekuchen. Auch wenn das Publikum nach der Premiere ausgiebig jubelte - was wohl eindeutig am sehr gelungenen regionalen Bezug zur Szenerie Berlin lag, hat Charlott den Film bereits wieder vergessen und sucht voll neuer Motivation nach den nächsten spannenden Vorführungen im Berlinale-Programm.
Vorher gibt sie uns noch einen kleinen Einblick in ihren Arbeitsalltag als TNT Film Berlinale Bloggerin und zeigt uns ihren Arbeitsplatz, wo sie ihre Erlebnisse festhält und sich auf den letzten großen Tag vor der Verleihung vorbereitet.