Rom 73 vor Christus: das römische Reich fußt auf ganzen Heerscharen von Sklaven, die, aus aller Herren Länder verschleppt, als unterste Schicht der Gesellschaft entweder niedrige Dienste und Arbeiten verrichten oder gar in den Arenen zur Belustigung von Pöbel und Adel gleichermaßen als Gladiatoren kämpfen. Mitten unter ihnen der Thraker Spartacus, der, geprägt von einem Leben in Zwangsarbeit und Unterdrückung, rebelliert und einen Aufstand entfesselt, der in die Geschichte eingegangen ist. Was mit dem Ausbruch einer kleinen Schar von Gladiatoren beginnt, endet mit einem kampfbereiten Heer von Sklaven, das es wagt die gewaltige Stärke des römischen Imperiums herauszufordern.
Die Figur des Spartacus (Kirk Douglas) verkörpert das geknechtete Individuum und dessen Streben nach Freiheit. Ihm gegenüber steht Crassus (Laurence Olivier), der hintertriebene Patrizier, dessen rücksichtsloses Streben nach Macht, genau wie Spartacus' Freiheitskampf, der Handlung eine von römischer Geschichte unabhängige Zeitlosigkeit verleiht.
Hier der Trailer:
Nachdem über die historische Figur des Spartacus nicht viel bekannt ist, ist die 1960 zunächst von Anthony Mann begonnene und dann von Stanley Kubrik vollendete Verfilmung seines Lebens größtenteils fiktiv und weicht teilweise stark von den wissenschaftlich belegten Fakten ab. Nichtsdestotrotz ist Spartacus bis heute unangefochten einer der ganz großen Monumental- und Historienfilme und nimmt in der 2008 vom American Film Institute herausgegebenen Liste der 10 größten Leinwandepen berechtigterweise seinen Platz ein. Kubricks "Sandalenepos", im Übrigen die einzige Auftragsarbeit in seiner Laufbahn als Regisseur, zeigt in gewaltigen Bildern die monumentalen Massen- und Kampfszenen dieser ersten revolutionären Freiheitsbewegung und wurde dafür mit vier Oscars, unter anderem für Peter Ustinov (Bester männlicher Nebendarsteller), zwei weiteren Oscar Nominierungen, einem Golden Globe (Bester Film), sowie weiteren Golden Globe Nominierungen, darunter eine für Stanley Kubrick (Beste Regie) ausgezeichnet.
50 Filme: ein zeitloses Freiheitsepos mit großer Besetzung