1975 ist Sylvester Stallone kurz davor, die Schauspielerei endgültig an den Nagel zu hängen. Er beschließt, sich als Drehbuchautor zu versuchen, doch auch hier bleibt der Erfolg aus. Dann, am 24. März 1975, sieht er den Boxkampf des Weltmeisters Muhammad Ali gegen den unbekannten Chuck Wepner , der sich gegen den legendären Favoriten bis in die 15. Runde hält. Für Stallone war dies die zündende Idee: im Juli des selben Jahres schrieb er innerhalb von dreieinhalb Tagen die nun legendäre Geschichte des unbekannten Boxers Rocky.
Rocky Balboa lebt im Armenviertel Philadelphias. Er ist ein erfolgloser Boxer, der sich über die Runden bringt, indem er als Geldeintreiber für einen Kredithai arbeitet. Als der Boxweltmeister Apollo Creed aus Publicitygründen gegen einen Amateur aus Philadelphia antreten will und die Wahl dabei auf Rocky fällt, beginnt dieser mit einem knallharten Training, denn er weiß: eine solche Chance wird er nie wieder bekommen.
1976 wurde Rocky zum Überraschungserfolg an den Kinokassen und spielte mehr ein, als jeder andere Film in diesem Jahr. Er wurde für 10 Oscars nominiert, gewann davon 3 für Besten Film (Irwin Winkler, Robert Chartoff), Beste Regie (John G. Avildsen) und Besten Schnitt (Richard Halsey, Scott Conrad) und 2006 wurde Rocky in die National Film Registry aufgenommen. Nicht ohne Grund, denn der Film ist in die Geschichte eingegangen und gerade das macht ihn für uns zu einem der 50 Filme die man gesehen haben muss bevor man stirbt. Fast jeder kennt die Rocky-Fanfare und die Szene, in der Rocky die Treppen zum Philadelphia Museum of Art hochläuft (die mittlerweile als Rocky-Steps bekannt sind), wenn nicht aus dem Film selbst, dann aus den tausenden von Parodien und Hommagen. Das erste, was jeder Tourist in Philadelphia macht, ist diese Treppen zu besteigen und Präsidentschaftskandidaten posieren vor ihnen, um ihren Kampfgeist zu demonstrieren. Doch um dieses Gefühl wirklich zu verstehen, muss man Rocky gesehen haben.
50 Filme: Eine gefühlvolle Milieuzeichnung, die ihresgleichen sucht.