Es ist ein Thema, auf das niemand so wirklich eingehen möchte. Und auch auf der Berlinale ist ein Raunen durch den Saal gegangen. Die versammelten Journalisten haben sich verächtlich umgeschaut, als es jemand wagte den Regisseur Billy Bob Thornton zu fragen, wie es sich anfühle gemeinsam mit Angelina Jolie und Brad Pitt auf der Berlinale zu sein. Während sich alle anderen Pressevertreter augenscheinlich über den gelungenen Film „Jayne Manfield’s Car“ unterhalten wollten, stellte diese Person die Frage, die jedem im Kopf herum schwirrte.
Die Antwort: Billy Bob Thornton habe Angelina Jolie doch schon öfter getroffen. Im Rahmen der Berlinale sei man noch nicht dazu gekommen, da ja jeder mit der Promotion seines eigenen Filmes beschäftigt sei. Aber vielleicht werde es noch zu einem Treffen kommen. Denn Billy Bob ist ein Freund der Familie. Er mag Angelina und Brad als gute Freunde, mag auch ihre Kinder und steht mit der Familie in Kontakt. Friede, Freude, Eierkuchen also.
Aber auch Darsteller John Hurt stand im Mittelpunkt dieser Pressekonferenz. Immerhin wurde ihm einen Tag zuvor der Ehren-BAFTA für sein Lebenswerk verliehen. Das honorierte Billy Bob Thornton mit einem ganz besonderen Geschenk. So bekam John Hurt hier auf der Berlinale von seinem Regisseur den Gehstock überreicht, den er im Film benutzt. Relativ unbeteiligt blieben Ray Stevenson und Katherine LaNasa, die aber vergnügt den Fotografen in der ersten Reihe zulächelten, während ihre Kollegen im Redefluss waren. Wie ich bereits einen Tag zuvor am Ritz-Carlton bemerkte, ist Billy Bob Thornton ein sehr netter Mensch, der gerne auf seine Fans eingeht. Und mit solchen Menschen umgibt er sich anscheinend auch. Sowohl Ray Stevenson, als auch die anwesenden Produzenten des Filmes gaben nach der Pressekonferenz noch Autogramme, bis sie von den Bodyguards fortgerissen wurden, da die nächste Konferenz anstand.