Es gibt schon so viele 3D Filme, aber gibt es etwa genug? Sicherlich nicht. Denn neben den millionenschweren Blockbustern aus der Traumfabrik zeigt uns Wim Wenders in Pina – Ein Tanzfilm in 3D, wie sich mit moderner Technik Sinnliches noch sinnlicher darstellen lässt. Ein Tanzfilm in 3D braucht keine Worte: Bewegungen werden zu Dialogen. Dreidimensionalität und Tanz sind eine natürliche Kombination, bei Wim Wenders scheinen sie zu verschmelzen. Die Tänzer bewegen sich auf den Kinobesucher zu, er selbst wird zum Teil des Geschehens, tanzt mit, bewegt sich um die Tänzer herum. Während der Zuschauer bei den Hollywood-Produktionen der vergangenen Jahre doch meist noch das Gefühl hatte, Betrachter einer etwas realer wirkenden Welt zu sein, gelingt Wenders der scheinbar nahtlose Übergang, ein Eintauchen in die Szenerie des Films. Die Verwendung der modernen Technik lässt den Kinobesucher beinahe schwerelos durch den Film gleiten und macht ihn zum Teil des Geschehens.
Der Film ist eine berührende und kraftvolle Homage an die 2009 verstorbene Pina Bausch, die als Erfinderin des Tanztheaters gilt und mit ihrem Tanzensemble in Wuppertal für unzählige Neuerungen im modernen Tanz sorgte. Wim Wenders verband eine langjährige Freundschaft mit der Künstlerin. Unsere Berlinale Bloggerin Charlott ist hingerissen von den schönen Bildern, dem Ausdruck der Tänzer, der zwischen schmerzlicher Zerbrechlichkeit und unbändiger Lebensfreude schwankt. Ihre ausführliche Filmkritik könnt ihr auf Urbane Hymnen unter dem Titel Aufhebung des Raums auf der Berlinale lesen.
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