Ich hatte einfach keine Lust mehr auf meine blöde Kamera, deren Zoom mich offenbar eher vom Ziel wegbewegt hat, als darauf zu. Also bin ich am Montag fix noch in den Elektrofachmarkt meines Vertrauens gegangen und habe mir eine neue, bessere DigiCam besorgt. Mit der bin ich dann schnurstracks zur Pressekonferenz von „Young Adult“ marschiert und habe mir Darsteller Patton Oswald und Regisseur Jason Reitman vor die Linse geholt. Mit sichtlichem Erfolg:
Ich werde „Young Adult“ auf jeden Fall noch versuchen zu sehen, gerade nachdem ich Oswald und Reitman auf dieser Pressekonferenz erlebt habe. Die Veranstaltung an sich war merkwürdig leer. Kaum jemand schien ein wenig Zeit oder Interesse für den Regisseur von Filmen wie „Juno“ oder „Up in the Air“ aufbringen zu wollen. Das fand ich persönlich schade, weil ich all seine filmischen Werke bisher für recht gelungen halte. Durch die geringe Besucherzahl wurden entsprechend wenig Fragen gestellt. Aber Reitman und Oswald wusste mit der Situation umzugehen, haben Anekdoten erzählt, Witze gemacht und hatten sichtlich Spaß. Es war bisher die Pressekonferenz, die mir selbst auch die meiste Unterhaltung geboten hat.
Mit meinem gestärkten Fotobewusstsein bin ich dann auch geradewegs zu Reitman gegangen und habe ihn stramm stehen lassen. Leider haben die Bodyguards Patton Oswald schon weiter geschoben, so dass ich ihn nicht mehr zu Gesicht bekommen habe. Aber immerhin einen Jason Reitman, der meiner Meinung nach, hier viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt bekommen hat.