movie hits


Autoren

Bild von Denis Sasse
Denis Sasse berichtet für TNT Film vom 9. bis 19. Februar live von der Berlinale.
Bild von Lola
"My dad thinks I paid for all this with catering jobs. Never underestimate the power of denial." Ricky Fitts, American Beauty
Was ist dein...
Bild von Homeboy
“Sand is overrated. It's just tiny, little rocks.” – Joel, Eternal Sunshine of the Spotless Mind
  Was ist dein...
Bild von WordNerd
"Medic!" - Career Sergeant Zim, Starship Troopers
  Was ist dein...
Bild von TanteKäthe
"Nimm ein Taschentuch, mein Kind. In den entscheidenden Augenblicken deines Lebens hattest du nie ein Taschentuch." - Rhett Butler, Vom Winde verweht
  Was ist dein...
Bild von Largo
"How about a magic trick? I'm gonna make this pencil disappear." - The Joker, The Dark Knight
  Was ist dein...
Bild von BladeRunner
"No, then it sounds like a male fantasy. Meet a French girl on the train, fuck her, and never see her again." - Celine, Before Sunrise
  Was ist dein...

My Fair Lady

George Cukors Musicalverfilmung My Fair Lady greift auf einen uralten Stoff zurück, nämlich die Fassung der Pygmalion Erzählung, wie sie in Ovids Metamorphosen (ca. 3 - 8 n. Chr.) nachzulesen ist. Im Jahr 1913 wurde das gleichnamige Schauspiel von George Bernard Shaw entwickelt und uraufgeführt, eine erste Oscar prämierte Verfilmung folgte 1938 mit Leslie Howard (bekannt aus Vom Winde verweht) und Wendy Hiller in den Hauptrollen. Shaw war auch bei der Verfilmung an der Regie beteiligt und erhielt dafür sogar einen Oscar. 1956 wurde aus antiker Überlieferung und klassischem Schauspiel ein weltberühmtes Musical, dessen Melodien aus der Feder Frederick Loewes bis heute unsterblich sind (Bsp. Es grünt so grün und Ich hätt getanzt heut' Nacht). Dies wiederum verdankt das Stück mit Sicherheit auch der Tatsache, dass My Fair Lady sehr authentisch in viele Sprachen übertragen werden konnte. So spricht Eliza in der deutschen Fassung (Erstaufführung 1961 im Theater des Westens in Berlin) stark Berlinerisch, während für den östereichischen Raum das Wienerische als der auszutreibende Dialekt gewählt wurde.

Phonetik- und Sprachwissenschaftler Professor Henry Higgins (Rex Harrison) begegnet in den Straßen Londons der hübschen, aber derben Cockney-Dialekt sprechenden Eliza Doolittle (Audrey Hepburn), die sich ihren Lebensunterhalt als Blumenmädchen verdient. Kurz darauf wettet er selbstsicher mit seinem Freund Colonel Hugh Pickering, dass er durch gezieltes Sprach- und Benimmtraining eine feine Dame der Gesellschaft aus ihr machen könne (darauf weist im übrigen auch der Titel des Films hin, denn My Fair lässt sich leicht in den Londoner Edelstadtteil Mayfair umleiten, deren feiner Gesellschaft Eliza dann angehören könnte). Dank der Aussicht auf ein festes Dach über dem Kopf sagt Eliza nach einigem Zögern zu, Unterricht bei dem kauzigen Professor zu nehmen. So trifft schrulliger Sprachwissenschaftler auf kesses Blumenmädchen und zwischen ihnen entsteht ein amüsant-heiteres Hin und Her, das darin endet, dass Eliza sich in ihren Lehrer verliebt um dann traurig und enttäuscht erkennen zu müssen, dass dieser sie lediglich für eine Wette benutzt hat.

Hier trennen sich die verschiedenen Stoffe schließlich wieder, während die Eliza Doolittle in Pygmalion Higgins verlässt und enttäuscht in ihr armseliges Leben in Londons Straßen zurückkehrt, verzeiht sie in der Musical- wie auch der Filmfassung dem Raubein und kehrt zu ihm zurück.

Die wunderbare Musik, die hervorragende Besetzung und die geistreiche Adaption des Broadway Musicals brachte My Fair Lady acht Oscars, darunter Best Director für George Cukor und Best Actor in a Leading Role für Rex Harrison, sowie vier weitere Nominierungen und drei Golden Globes ein.

Hier der wohl bekannteste Ausschnitt:

50 Filme: Eine zeitlose und unbedingt sehenswerte Perle der Filmgeschichte

TNT-Serie