Am 12. Mai startet einer der wohl bedeutendsten Filme überhaupt - Metropolis! Der Stummfilm wurde in den Jahren 1925 und 1926 gedreht und stellt den bis dahin teuersten deutschen Film dar. Regisseur Fritz Lang drehte mit 36000 Komparsen ganze 310 Tage und 60 Nächte.
Der Film handelt von der futuristischen Stadt Metropolis, in der eine klare Zweiklassengesellschaft herrscht: Zum einen die Arbeiter, die in unterirdischen Fabriken leben und um ihr Überleben kämpfen müssen. Zum anderen die Reichen, die in der Oberstadt im Luxus nur so schweben. Letzteres kennt Freder nur zur Genüge, denn er ist der Sohn von Joh Fredersen, dem mächtigsten Mann der Stadt.
Als Freder eines Tages auf Maria trifft, die der anderen Klasse angehört, entscheidet er sich, in ihre Welt einzutauchen und sie kennenzulernen. Er ist von den Umständen entsetzt, will aber bei Maria bleiben und Teil dieser Gemeinschaft werden. Da sein Vater davon jedoch alles andere als begeistert ist, fordert er den Erfinder Rotwang dazu auf, eine Doppelgängerin von Maria zu entwickeln, die das Reich zertrümmern soll.
Rotwang lässt sich allerdings nur darauf ein, weil er damit insgeheim Joh und seine Stadt zerstören will. Dieser spannte ihm nämlich Rotwangs große Liebe Hel aus, die bei der Geburt von Freder starb.
Marias Doppelgängerin schafft es, das Volk zum Aufstand zu bewegen und alles scheint zunächst nach Plan zu laufen. Als diese Revolte jedoch außer Kontrolle gerät und eine gefährliche Überschwemmung ausgelöst wird, wollen sich die Arbeiter an Maria rächen...
Die zweieinhalbstündige Premiere von Metropolis stieß im Jahr 1927 bei den Zuschauern auf völlige Ablehnung. Auch bei den Kritikern fiel der Science-Fiction Film gnadenlos durch: Zu lang und zu verworren für die damalige Zeit. Aufgrunddessen wurde das Werk noch im gleichen Jahr auf knapp zwei Stunden verkürzt. Als Folge wurde ein Viertel des Orginals vernichtet.
Wiederkehrende Verusche, das fehlende Material wiederherzustellen schlugen fehl. 2002 konnten Teile des Originals durch Standbilder und Texttafeln zwar vermutet werden, zur völligen Rekonstruktion reichte es jedoch nicht.
Erst 2008 wurde im Museo del Cine in Buenos Aires eine einzigartige Kopie mit 30 Minuten Filmmaterial gefunden. Die nun restaurierte Fassung wurde 2010 auf der Berlinale zum ersten Mal präsentiert.
Ab 12. Mai kann man das beeinduckende Werk in den deutschen Kinos sehen.
Hier ist vorab der Trailer: