Nachdem mein Co-Autor wordnerd vor einigen Tagen über die ausufernden Produktionskosten von Hollywood-Mega-Blockbustern und im speziellen über Avatar geschrieben hat, möchte ich nun von einem entgegengesetzten Phänomen berichten. Seit einigen Wochen sorgt ein kleiner Film in Amerika für Furore. Statt Special-Effects, High-Definition und 3D, zieht dieser Film die Zuschauer mittels verwackelter Handkamera und spartanischen Sets in seinen Bann. Die Produktionskosten lagen bei gerademal 15.000 Dollar, das Einspielergebniss liegt aktuell bei über 100 Million Dollar. Dieser Überraschungshit läuft seit gestern auch bei uns in den Kinos. Der Titel des Films Paranormal Activity ist zugleich auch der Inhalt. Weil es übersinnliche Aktivitäten im neuen Haus vermutet, stellt ein Pärchen eine Kamera auf und dokumentiert die Ereignisse. So simpel und einfach läßt sich der Plot zusammenfassen.
10 Jahre ist es her, dass mit The Blair Witch Project ein ähnlicher Low-Budget-Hit gelang. Damals wie heute liegen die Wurzeln des Erfolges in einer einmaligen Marketingaktion. Waren es 1999 gefakte Websiten und Zeitungsartikel, die die Zuschauer glauben ließen das gefundene Filmmaterial sei echt, so sind es diesmal Trailer, die die Reaktion des Publikums auf den Film zeigen und dem potenziellen Publikum Lust auf den Film machen. Bei beiden Filmen/Marketingkampagnen war das Internet der Hauptfaktor für den Erfolg.
Berichtet uns in den Kommentaren von Euren Erfahrungen beim Besuch von Paranormal Activity.