1782 erschien der Briefroman "Les Liaisons dangereuses" von Pierre Choderlos de Laclos und lieferte ein "literarisch und psychologisch glänzendes" (Hermann Hesse) Sittengemälde des französischen 18. Jahrhunderts. Später diente der gesellschaftskritische Roman als Vorlage diverser Theaterstücke und wurde mehrfach verfilmt. Einer dieser Verfilmungen, Gefährliche Liebschaften (1988), für manch einen die gelungenste, widmen wir einen Platz in unserer Liste der 50 Filme, die man gesehen haben muss bevor man stirbt.
1988 drehte Stephen Frear mit John Malcovich, Glenn Close, Michelle Pfeiffer, Uma Thurman und Keanu Reeves in den Hauptrollen die Geschichte der abgrundtief skrupellosen Marquise Isabelle Merteuil (Glenn Close), deren Intrigen alle Beteiligten ins Unglück reißen.
Um sich an ihrem früheren Geliebten Gercourt zu rächen, schmiedet sie einen gemeinsamen Plan mit dem Vicomte de Valmont (John Malcovich), der für seine Sittenlosigkeit berüchtigt ist. Er soll die Braut Gercourts, Cécile de Volanges (Uma Thurman), vor der Hochzeit verführen, den Ruf der jungen Dame ruinieren und Gercourt dem Gespött der Gesellschaft preisgeben. Außerdem bietet sie ihm als Belohnung für die Verführung der integeren und verheirateten Madame de Trouvel (Michelle Pfeiffer) eine Nacht in ihrem eigenen Bett an. Gesagt, getan: Valmont nimmt die Herausforderung an, doch die Dinge verselbständigen sich und am Ende kommt alles ganz anders als geplant. Denn der junge Ritter Danceny (Keanu Reeves) macht Cécile den Hof und der gefühlskalte Vicomte de Valmont verliert ungeplanterweise ebenfalls sein Herz.
Hier der Trailer:
50 Filme: Aufwändig inszeniert, großartig besetzt und mit zahlosen Filmpreisen ausgezeichnet (darunter drei Oscars) nimmt Gefährliche Liebschaften berechtigterweise seinen Platz in unsere Liste unvergesslicher und absolut sehenswerter Filme ein.
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