Im Jahr 1996 wurde die Firma Pacific Gas and Electric zur Zahlung der größten Schadensersatzsumme in der Geschichte der USA verurteilt: 333 Millionen US-Dollar. Zahlen musste die Firma für ihre jahrzehntelange Verschmutzung des Grundwassers der Gemeinde Hinkley und die dadurch hervorgerufenen Gesundheitsschäden der Bevölkerung. Es waren die hartnäckigen Nachforschungen der Anwaltsgehilfin Erin Brockovich, die zur Aufdeckung dieses Umweltskandals geführt haben.
Im Jahr 2000 verarbeitet Steven Soderbergh diese wahre Begebenheit zu einem Film. Ein Glücksgriff war die Besetzung von Julia Roberts als Erin Brockovich. Bewusst gegen ihr Image als glamouröser Hollywoodstar besetzt, brillierte sie in der Rolle der prolligen, aber hartnäckigen und mit allen Wassern gewaschenen Erin. Die Kritiker überschlugen sich mit Lobpreisungen für Julia Roberts schauspielerisches Talent in diesem Film. Gekrönt wurde ihre Leistung mit ihrem ersten und bisher einzigen Oscar-Gewinn. Julia Roberts war selbst in Pretty Woman nicht so sexy wie in diesem Film.
Erin Brockovich ist der seltene Glücksfall eines Films der Anspruch und breite Hollywood-Unterhaltung gekonnt kombiniert und dabei noch eine politische Message transportiert. Großen Anteil an dieser attraktiven Mischung hat die temporeiche und souveräne Inszenierung von Steven Soderbergh. Unter seiner Regie glänzt Julia Roberts in ihrer bis dato besten Rolle.
50 Filme: Nie zuvor war Julia Roberts so brilliant, vielseitig und sexy