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Erdbeben

Katastrophenfilme gibt es bereits seit den Anfängen der Filmgeschichte. Schon 1901 flackerte mit dem englischen Stummfilm Fire! einer der ersten Filme dieses Genres über die Leinwände. Mit dem Fortschreiten der technologischen Entwicklung wuchsen auch die filmischen Möglichkeiten und immer mehr Filmemacher versuchten, den Schrecken der Katastrophe kreativ auf Film zu bannen.

In den 70er Jahren erreichte das Genre des Katastrophenfilms seinen Höhepunkt. Dieses schlug sich nicht nur in Rekordumsätzen an den Kinokassen nieder, sondern wurde auch durch die große Beliebtheit bei den Kritikern deutlich. Es hagelte nur so an Oscarnominierungen. Erdbeben war da keine Ausnahme, ganz im Gegenteil.

Dabei ist es kein Wunder, dass Katastrophenfilme so mit Preisen überhäuft wurden: Sie reizten die Grenzen des Machbaren und Denkbaren aus und setzten neue Maßstäbe in den Bereichen Spezialeffekte und Ton. Doch auch die Grundlegende Prämisse der Katastrophenfilme bot einen guten Nährboden für Preise und Auszeichnungen. Immer gab es ein Ensemble hochkarätiger Schauspieler, die durch die außergewöhnlichen Extremsituationen, in denen sich ihre Charaktere wieder fanden, zu Höchstleistungen angetrieben wurden.

Und gerade dafür hatte die Schauspielerriege von Erdbeben (u. a. Charlton Heston, Ava Gardner, George Kennedy, Geneviève Bujold, Richard Roundtree) reichlich Möglichkeiten, die auch wahrgenommen wurden. Die Handlung ist zum einen recht simpel - ein Erdbeben von noch nie da gewesenen Ausmaßen bedroht Los Angeles - und zum anderen von einer Komplexität, die man einem Blockbuster dieser Größe nicht zutrauen würde: die durch und durch menschlichen und unprätentiös Geschichten von acht unterschiedlichen Menschen, die sich vor dem Hintergrund dieses Erdbebens entwickeln, könnten völlig unabhängig voneinander bestehen, wenn da nicht die einzelnen, zufälligen Überschneidungen dieser acht Leben wären.
Dass dieser durchaus spektakuläre und als reines Event vermarkteter Film die Züge eines anspruchsvollen Charakterdramas trägt kommt nicht von ungefähr. Erfolgsproduzent Jennings Lang gelang es, Drehbuchautor Mario Puzo (seines Zeichens geistiger Vater der Pate-Trilogie) für den ersten Drehbuchentwurf zu verpflichten.

Doch ganz abgesehen von der gut strukturierten Handlung und den fesselnden Charakteren hat Erdbeben eben das zu bieten, was einfach zu jedem Katastrophenfilm dazu gehört: die eigentliche Katastrophe.
Und was das Team um Regisseur Mark Robson hier geschafft hat macht sprachlos: einstürzende Bauten und Gebäude, brechende Dämme und aufreißende Straßen haben eine viel größere Unmittelbarkeit als es die CGI-Effekte vieler aktuellerer Filme erzeugen können. Die späteren Szenen des vollkommen zerstörten Los Angeles, brennende Häuser, notdürftig eingerichtete Krankenlager - selten gibt es so eindringliche Bilder der Verwüstung. Ein eindeutiger Beweis, dass einige Regisseure moderner Katastrophenfilme wenig von ihren Vorgängern gelernt haben.

Als Vorgeschmack hier der Original-Kinotrailer:

50 Filme: Wirkungsvoller, atmosphärisch stimmiger Katastrophenfilm mit hochkarätiger Besetzung.

TNT-Serie