Ich hatte zwischen zwei Vorstellungen ausnahmsweise so viel Zeit, dass ich mich auch anderweitig in Berlin umsehen konnte - der Fokus blieb natürlich auf dem Medium Film. Allzu weit habe ich mich dann auch nicht von den Kinos am Potsdamer Platz entfernt. Ganz in der Nähe steht das Sony Center, wo unter anderem auch die Deutsche Kinemathek, das Museum für Film und Fernsehen zu finden ist.
Da sehen die Räumlichkeiten auch schon mal aus, als seien sie frisch aus Filmen wie „2001 – Odyssee im Weltall“ entsprungen. Dass ein Museumsbesuch in diesen Tagen gar nicht so weit entfernt ist von der Berlinale beweist die derzeitige Sonderausstellung. Unter dem Titel „Am Set: Paris – Babelsberg – Hollywood, 1910 bis 1939, Berlin – Babelsberg, heute“ huldigt man nämlich auch hier dem 100jährigem Bestehen der Babelsberger Filmstudios, ebenso wie in der Hommage-Sektion der Berlinale. Hier gibt es unzählige Bilder vom Set: bei Dreharbeiten oder auch wie gigantische Studiokulissen nach und nach entstehen. Es sind Regisseur-Legenden wie Friedrich-Wilhelm Murnau oder Quentin Tarantion zu sehen, wie sie Filmstars wie Marlene Dietrich oder Brad Pitt durch einen Film führen. Auch die ständigen Ausstellungen sind natürlich nicht zu verachten, doch gerade vor dem Hintergrund der Berlinale war es sehr interessant, einen Blick hinter die nun 100jährigen Mauern vom Studio Babelsberg zu werfen.