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Dead Man Walking - Sein letzter Gang

Die Verurteilung zur Todesstrafe ist umstritten aber in vielen Ländern auch gang und gäbe. In einigen Bundesstaaten der USA wird die Todesstrafe ebenfalls als Vollstreckungsmaßnahme ausgeübt. So auch 1984 in Louisiana, als die beiden Mörder Elmo Sonnier und Robert Lee Willie auf dem Elektrischen Stuhl hingerichtet wurden. Der Werdegang der beiden Straftäter wurde von der Ordensschwester Helen Prejean begleitet und in einem Buch festgehalten. Der 1995 in die US-amerikanischen Kinos gekommene Film Dead Man Walking - Sein letzter Gang basiert auf Prejeans gleichnamigem Buch.

Der erfolgreiche Schauspieler Tim Robbins führte bei der Filmadaption dieser mitreissenden aber auch tragischen Geschichte nicht nur Regie sondern schrieb auch das Drehbuch. Um die Dramaturgie der authentischen Geschichte zu intensivieren, kombiniert Robbins die beiden Staftäter und lässt sie in der Figur des Metthew Poncelet verschmelzen. Poncelet sitzt aufgrund eines begangenen Mordes bereits 6 Jahre in der Todeszelle. Der Hinrichtungstermin rückt immer näher - um eine wiederholte Verhandlung seines Falles zu bewirken, wendet sich Poncelet an die Ordensschwester Helen Prejean. Prejean versucht mit aller Kraft die Verurteilung zur Todesstrafe in eine lebenslange Haft ändern zu lassen. Erst durch das aufopfernde Engagement und die selbstlose Zuwendung der Ordensschwester kann sich der zunächst reuelose und uneinsichtige Poncelet langsam und schmerzhaft seine grausame Tat eingestehen.

Mit einer unaufdringlichen Sensibilität gelingt es Robbins diese höchst emotionale und schwermütige Geschichte filmästhetisch zu inszenieren, ohne sich dabei anzumaßen die Figuren und ihre Handlungsweisen moralisch zu bewerten. Neben den Angehörigen der Opfer spielen auch die des Täters eine Rolle - verharmlost wird die Tat dabei nie. Robbins streut in Poncelets Weg der Reue szenische Fragmente seiner brutalen Straftat und verbindet diese gegensätzlichen Ebenen gekonnt unaufdringlich. Das spannungsvolle Agieren der beiden Hauptcharaktere bleibt aber stets Kern des Filmes. Um die Problematik des ungleichen Paares sowohl glaubhaft als auch mitreißend übermitteln zu können, brauchte Robbins zwei außerordentlich versierte Schauspieler - diese fand er in Sean Penn und Susan Sarandon. Beide wurden 1996 in den Kategorien Bester Hauptdarsteller und Beste Hauptdarstellerin für den Oscar nominiert - Sarandon konnte die Trophäe sogar mit nach Hause nehmen.

Durch die intensiven Darstellungen der Charaktere gerät der Zuschauer in ein Wechselbad der Gefühle: Poncelet lässt sowohl Abneigung als auch Mitleid aufkommen. Prejeans Kampf gegen die Todesstrafe kann einerseits Unverständnis, andererseits Bewunderung entgegengebracht werden. Eine Antwort auf die Frage nach der moralischen und ethischen Vertretbarkeit der Todesstarfe wird dabei an keiner Stelle des Filmes geliefert - vielmehr überlässt Robbins die Bewertung jeglicher Ereignisse dem Zuschauer selbst.

Hier der Original-Trailer:

50 Filme: Dead Man Walking - Sein letzter Gang ist ein wichtiger Film, der das Thema Todesstrafe aufgreift um sich mit Menschlichkeit auseinanderzusetzen.

TNT-Serie