Der Fotoreporter Jeff (James Stewart) hat sich bei einem Unfall das Bein gebrochen und ist nun mit Gips an den Rollstuhl und somit an seine Wohnung gefesselt. Seine einzige Beschäftigung sind die Besuche seiner Verlobten Lisa (Grace Kelly) und der Krankenschwester Stella. Da er sonst nichts zu tun hat, beginnt er seine Nachbarn in den gegenüberliegenden Wohnungen zu beobachten, die aufgrund einer Hitzewelle ihre Fenster einladend offen stehen haben. Dabei wird ihm vor allem Nachbar Thorwald suspekt. Dieser hat eine bettlägerige Frau, die eines Tages spurlos verschwindet. Als Jeff Thorwald auch noch beobachtet, wie er ein Messer und eine Säge verpackt, ist er überzeugt, Thorwald habe seine Frau umgebracht. Doch zunächst glaubt ihm niemand, weder Lisa, noch Stella, noch sein bester Freund, der Polizist Tom Doyle. Jeff beginnt selbst Nachforschungen anzustellen und Thorwald noch genauer zu beobachten. Dabei gerät auch seine Verlobte Lisa in Gefahr und ein dunkles Geheimnis kommt ans Licht...
Hitchcocks zweite Zusammenarbeit mit Jimmy Stewart gilt als einer seiner besten Filme überhaupt. Durch die von Stewart gespielte Hauptfigur zieht Hitchcock den Zuschauer in den Film hinein und lässt ihn an dessen Voyerismus teilhaben. Hitchcock enttarnt seine Zuschauer dadurch als Voyeuristen und zeigt auf, dass das Kino selbst, das Schauen von Filmen, einen gewissen Voyeurismus in sich birgt. Hitchcock reflektiert dadurch nicht nur über das Phänomen Kino und Film an sich, sondern bietet darüber hinaus auch noch einen Klassiker des Suspense-Kinos, der den Zuschauer immer mehr hineinzieht und jede Menge Spannung bis zum finalen Aufeinandertreffen zwischen dem an den Rollstuhl gefesselten Jeff und dem finsteren Nachbarn Thorwald aufbaut.
Durch das Set, das extra für Das Fenster zum Hof gebaut wurde und bis dato das größte Filmset überhaupt gewesen war, schuf sich Hitchcock seinen eigenen, perfekten Mikrokosmos, den er steuern und in dem er filmen und die Akteure agieren lassen konnte, wie er wollte. Dieses perfekte Maß an kreativer und technischer Kontrolle half Hitchcock, den Film genau nach seinen Vorstellungen zu planen und zu filmen. Mit dem großen James Stewart hatte er den perfekten Hauptdarsteller für vier seiner größten Filme gefunden, Grace Kelly war darüber hinaus die perfekte Hitchcock-Blondine - wunderschön, verführerisch und zugleich sehr intelligent und selbstbewusst.
50 Filme: Absoluter Klassiker des Suspense-Kinos, Alfred Hitchcock auf dem Zenith seines Schaffens.
Kommentare
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ich war sehr schockiert, als ich diese aussage hören musste. das ist absolut geschmacklos und unterstes niveau. ich allein habe in meinem direkten umfeld drei menschen, die schwer erkrankt sind und eine solche aussage als blanken hohn empfinden. sie wissen, dass sehr viele sehr kranke menschen diesen mist hören und tief getroffen werden. wenn es respekt, anstand und takt in ihrer welt überhaupt noch gibt, fliegt wird diese unverschämtheit raus. ich könnte mir sogar vorstellen, dass hier rechtliche schritte erfolgreich sind, da hier massiv gegen die "guten sitten" verstoßen wird.