
Unsere Berlinale Bloggerin Charlott konnte gestern die Premiere von Miranda Julys The Future sehen. Ein Film im Wettbewerb um den Goldenen Bären, in dem die Regisseurin gleichzeitig auch die Hauptrolle spielt. Der Film hat Charlott zum Nachdenken angeregt. Trifft man die richtigen Entscheidungen im Leben – in der heutigen Zeit? Was bringt die Zukunft? Was ist das Ziel? Was ist mit den Träumen? Und was bleibt zurück? Sophie (Miranda July) und Jason (Hamish Linklater) führen seit 4 Jahren eine glückliche Vorzeigebeziehung - herrlich ruhig und sensationslos. Sie beginnen sich diese tiefgründigen Fragen zu stellen, nachdem ausgerechnet eine aufgelesene, verletzte Katze ihr Leben komplett verändert. Diese Veränderung sorgt für Trubel. Sie müssen Entscheidungen treffen. Was ist wichtig im Leben und welches sind die Momente, an die man später gern zurückdenkt und von denen man seinen Kindern erzählt?
Miranda July, die gleichzeitig Schriftstellerin, Schauspielerin, Musikerin und darstellende Künstlerin ist, geht es in The Future darum, dem Einzelnen die Möglichkeiten des Lebens aufzuzeigen, was ihr mit einer fesselnden Zauberhaftigkeit gelingt. Der Zuschauer wird nach dem Film in Gedanken über das Leben schwelgen und vielleicht versuchen Alltag und Zukunft ein wenig zu beleben. 'Entscheidend sei der Prozess' schreibt Charlott in ihrem Blog Urbane Hymnen. Die Zeit lässt sich nicht anhalten. Mit anderen Worten: Carpe Diem.
Man kann nie wissen, was das Leben so bringt. Ist es dann besser das Vorhandene zu wahren oder sämtliche Perspektiven, die das Leben bietet, 120% auszukosten? Was meint ihr?