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Avatar - Wieviel darf ein Film kosten?

Die New York Times berichtete in einem Artikel vom 8. November 2009, dass das Budget für James Camerons neuen Film Avatar in die Nähe der 500 Millionen Dollar Marke komme.

500 Millionen Dollar? Mitten in der schlimmsten Wirtschaftskrise seit der Großen Depression? Wie kann sich das ein Studio leisten? Was, wenn Avatar nicht der erwartete Erfolg wird und die Zuschauerzahlen ausbleiben? Und warum muss man überhaupt soviel Geld für einen Film ausgeben?

Offenbar steckt dahinter eine ausgeklügelte Investmentstrategie, die das Risiko für das Studio gewaltig minimiert - zwei Beteiligungsgesellschaften kamen für 60 % des Betrags auf - und gleichzeitig erlaubt, den Film mit möglichst vielen Mitteln auszustatten. Auch sind die Kosten für Produktion tatsächlich nicht ganz so hoch, liegen sie doch Berichten zufolge "gerade mal" knapp über 230 Mio. Dollar. Den Rest machen Kosten für diverse Marketingkampagnen aus. Dennoch, das sind nur 30 Mio. weniger als Superman Returns, der laut Forbes.com zweitteuerste Film aller Zeiten, gekostet hat.

Was mich persönlich an dem Riesenbudget stört, ist die Idee, die dahinter steckt: "Wenn der Film die beste, neueste Technologie vorweisen kann, wird's gut."

Nimmt man die Liste der teuersten Filme unter die Lupe, merkt man schnell, dass ganz oben Filme stehen, die zwar an Special Effects nicht gespart haben, auf der Storyseite aber äußerst spärlich ausgestattet waren: Superman Returns, Spider-Man 3, Terminator: Die Erlösung.

Technologie sollte im Dienst der Geschichte stehen. Wenn eine Geschichte dafür dient, eine neue Technologie zu demonstrieren, ist das Risiko groß, dass sie vernachlässigt wird. Meine Befürchtung ist, dass Avatar nichts mehr als ein sehr teures Showcasing der bahnbrechenden Filmtechnologie von James Cameron sein wird.

Ich wünsche mir schon lange ein gutes Science-Fiction Epos und will deshalb meine Hoffnung nicht aufgeben, dennoch steigt mein schlechtes Gefühl mit jedem neuen Trailer und jedem neuen Fetzen an Information.

Was meint ihr? Wird Avatar wie versprochen nicht nur eine Revolution auf dem Gebiet des Filmemachens, sondern darüber hinaus ein emotional geladenes Epos - oder wird der Film nicht mehr als eine teure, effektgeladene Materialschlacht?

Hier noch der neueste Trailer von Avatar (auf Englisch), damit ihr euch auch ein Bild machen könnt:

Kommentare

Avatar

Ich bin sehr gespannt, ob auch die Story des Films die Kosten rechtfertigt. Habe den Trailer schon im Kino in 3D gesehen und ich muss gestehen, das mich das schon sehr angesprochen hat. Lassen wir uns überraschen und bei Nicht-Gefallen, dies dann auch zum Ausdruck bringen!

Avatar by James Cameron

Hatte das Vergnügen etwa 15 Min. des Films in 3D zu sehen und muss sagen, von "es hat mich angesprochen" kann keine Rede sein.
Mich hat's glatt umgehauen. Ich sass mit offenem Mund noch einige Zeit da.

Sowas hat die Welt noch nicht gesehen. Ich kann nur zitieren, was ein Journalist im amerikanischen Variety geschrieben hat: Das ist Träumen mit offenen Augen.

Avatar

Das hört sich ja mal vielversprechend an!
Allerdings ist meine Skepsis mit den letzen gefühlten 10 Mal, die ich mir den Trailer angeschaut habe (ja, ich kann's auch kaum erwarten, auch wenn ich skeptisch bin) nur weiter gewachsen.
Ich hoffe, dass wir es hier mit einem Fall von "der Trailer entspricht überhaupt nicht der Handlung des Films!" zu tun haben.

Aber die 15 Minuten hätte ich auch gern gesehen... ;)

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