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Welche Filme empfehlen Sie mit den Worten "Den musst du unbedingt gesehen haben!"? Ob großartige schauspielerische Leistung, eine unübertroffene Kameraführung oder ein starkes Drehbuch: es gibt Filme, die in einer bestimmten Disziplin ihresgleichen suchen.

Ab 07. Januar 2010 empfehlen wir Ihnen jeden Donnerstag um 20:15 Uhr ein solches Meisterwerk. Bereits eine Woche vor Ausstrahlung stellen wir Ihnen den Film hier vor und laden Sie ein, uns Ihre Meinung zu schreiben. Wäre der Film auch auf Ihrer Liste der 50 Filme die man sehen muss bevor man stirbt?

50 Filme: Apollo 13

Nachdem 1969 die USA den Wettlauf ins All mit der ersten bemannten Mondlandung gegen die Sowjetunion gewinnen konnten, sollten 1970 im Rahmen der 13. Raumfahrtmission des Apolloprogramms erneut Menschen die Mondoberfläche betreten - doch Apollo 13 sollte sein Ziel nie erreichen.

Bereits 55 Stunden nach Start explodierte einer der beiden Sauerstofftanks des Raumfahrzeuges. Die drei Besatzungsmitglieder James A. Lovell, John "Jack" Swigert und Fred Haise, befanden sich zu diesem Zeitpunkt über 300.000 km von der Erde entfernt und mussten fortan improvisieren. Der Satz "Houston, wir haben ein Problem" ("Houston, we've had a problem") ging um die ganze Welt und wurde auch jenseits des Raumfahrt-Universums zu Geschichte.

1995 brachte der Hollywood-Regisseur Ron Howard dieses reale Weltraumdrama unter dem naheliegenden Titel Apollo 13 und hochgradig besetzt in die Kinos: der Pilot Lovell wird von Tom Hanks gespielt - angeblich war es Hanks' Herzenswunsch an diesem Filmprojekt beteiligt zu sein, da sich der Schauspieler auch privat für die Raumfahrt interessiere. Für die beiden anderen Astronauten konnte Howard Kevin Bacon und Bill Paxton verpflichten. Ed Harris übernahm die Rolle des Flugdirektors Gene Kranz.

Howards aufwendig produziertes Filmepos bleibt nah an den realen Begebenheiten, was nicht zuletzt darin liegt, dass die Buchvorlage von Lovell selbst stammt - sogar Original-Dialoge wurden in den Film eingebaut. Howards Regieleistung liegt aber hauptsächlich in der dramaturgischen Verbindung von All und Erde: So wie die drei Astronauten weit entfernt von ihrer Heimat um ihr Leben kämpfen, müssen ihre Kollegen, Familien, Freunde und alle, die das Ereignis auf der Erde mitverfolgen, ebenfalls um ein gutes Ende bangen.

Hanks, Bacon und Paxton ist es wiederum zu verdanken, dass die Szenen im Raumfahrzeug, trotz der eingeschränkten Mittel und des engen Raumes, an keiner Stelle des Filmes langweilig oder prätentiös wirken. Auch hinter der Weltraumkulisse wurde bemerkenswerte Arbeit geleistet - sowohl für Ton als auch für Schnitt erhielt Apollo 13 jeweils einen Oscar.

Es ist nicht zuviel verraten, wenn an dieser Stelle erwähnt wird, dass die in Gefahr geratene Weltraummission ein glückliches Ende findet - die erfolgreiche Landung auf der Erde sollte weitestgehend bekannt sein. Die Spannung in Apollo 13 kommt trotzdem nie zu kurz, ganz im Gegenteil: Obwohl der Zuschauer die Geschichte bereits kennt, bangt er mit den Figuren des Filmes um ein Happy End - und das ist letztendlich der sensiblen Inszenierung Ron Howards und der emotionalen Darbietung seiner Akteure zu verdanken.

Hier der Trailer:

50 Filme: Apollo 13 ist ein bildgewaltiges und höchst emotionales Weltraumdrama, an dem nicht nur Weltraum-Fans ihre Freude haben werden.

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