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Alarm im Weltall

Das Raumschiff C57D ist auf dem Weg zum Sonnensystem Altair. Dort ist vor 20 Jahren das Raumschiff Bellerophon mit vielen Kolonisten an Bord verschwunden. Auf dem Planeten Altair 4 entdeckt man zwei Überlebende, den Wissenschaftler Dr. Morbius und seine Tochter Altaira, die auf dem Planeten geboren ist. Doch Dr. Morbius heißt die vermeindlichen Retter nicht gerade willkommen, sondern rät Raumschiffkommandant Adams (ein junger Leslie Nielsen, Jahre vor seiner Zeit in Komödien wie Die nackte Kanone), den Planeten schleunigst wieder zu verlassen...

1956, ein Jahr bevor mit Sputnik der erste Satellit überhaupt ins All befördert wurde und die Erforschung des Weltalls durch die Menschheit so richtig begann, entstand mit Alarm im Weltall (Forbidden Planet) einer der bis heute einflussreichsten Science-Fiction Filme überhaupt. Irving Block und Allen Adler, die für die Storyentwicklung verantwortlich waren, und Drehbuchautor Cyril Hume nahmen bewusst Anleihen bei Shakespeares Stück Der Sturm und versetzten die Handlung ins 23. Jahrhundert.

Wenn man sich Alarm im Weltall heute ansieht, denkt man auf den ersten Blick vielleicht nicht, dass man es mit einem absoluten Genre-Klassiker zu tun hat. Im Vergleich zu den üblichen Science-Fiction Filmen der 1950er Jahre, wo stets der kalte Krieg das eigentliche Thema war, wurde in Alarm im Weltall jedoch von einer interplanetaren Allianz gesprochen - damit war der Film seiner Zeit voraus. Es geht nicht um den Konflikt mit bösen Aliens, die die Angst des Westens vor der Sowjetunion symbolisieren, sondern um philosophische und psychologische Fragen. Der eigentliche Feind im Film ist der Mensch selbst, das "Es" im Sinne von Sigmund Freuds Psychoanalyse.

Außerdem waren die Special Effects für ihre Zeit spektakulär. Bis zu 2001: Odyssee im Weltraum war Alarm im Weltall der Film mit den bahnbrechendsten Effekten seiner Zeit. Das besondere daran: Das Monster, das im Laufe des Filmes die Mannschaft der C57D heimsucht, ist unsichtbar. Nur die Umrisse sind zu sehen und der Rest ist der Phantasie des Zuschauers überlassen - dies macht es für jemanden mit heutigen Sehgewohnheiten leichter, das Monster als Bedrohung ernst zu nehmen. Als Science-Fiction-Interessierter merkt man außerdem recht schnell, dass viele SF Serien und Filme, die nach Alarm im Weltall kamen, ganz stark Anleihen daran nehmen. Star Trek-Erfinder Gene Roddenberry zum Beispiel gab freimütig zu, dass Alarm im Weltall eine seiner Hauptinspirationsquellen für Star Trek war. Auch für einflussreiche Filmreihen wie die Star Wars-Reihe von George Lucas ist Alarm im Weltall ein Vorreiter.

Hier der originale Trailer:

50 Filme: Ein Meilenstein des Science-Fiction Genres und die Mutter von Eckpfeilern des Genres wie Star Wars und Star Trek.

TNT-Serie