Stanley Donen (13.04.1924)
„Fred Astaire und Ginger Rogers haben mich mit Ihren Filmen in eine Art Fantasiewelt entführt, wo alles nur noch glücklich schien.“
Der eher unter Cineasten bekannte Stanley Donen wurde in South Carolina geboren und inszenierte 1952 mit Singin in the Rain einen der größten Leinwand-Hits aller Zeiten. Bis dahin hatte er allerdings einen langen, schwierigen Weg zu meistern. Seine Kindheit bezeichnete er als unglücklich und einsam, ein Grund mehr sich lokalen Theatern und später Komödien sowie Musicals zu verschreiben.
Schon während seiner Ausbildung in Columbia nahm der junge Mann Tanzstunden in seiner Heimatstadt. In den Sommerferien zog es ihn magnetisch in die Tanz-Metropole New York. Auch dort studierte er Tanz, unter anderem bei Ned Wayburn, der schon den 11-jährigen Astaire unterrichtet hatte. Von seiner Mutter stark ermutigt, zog Donen 1940 endgültig nach New York, um als ausgebildeter Tänzer Karriere zu machen. Der Broadway ließ nicht lange auf sich warten, sein Können beeindruckte auch Gene Kelly, der ihn prompt zu einem Assistenz-Choreografen beförderte.
Nach zahlreichen Produktionen inszenierte Donen im gleichen Alter wie Orson Welles seinen ersten Spielfilm On the town (1949) der wie eine Bombe einschlug. Vor allem die Eröffnungssequenz mit dem Song „New York, New York“ sollte nicht nur der Stadt Filmehre verleihen, sondern brachte auch deren Akteure Gene Kelly und Frank Sinatra einen großen Schritt in ihrer Karriere weiter. Damit hatte Stanley Donan Hollywood erobert. Nach dem Höhenpunkt Singing in the Rain verlor Ende der 50er Jahre der Tanzfilm seine Popularität. Donen fixierte seinen Fokus mehr auf Komödien bis in die späten 60er Jahre. Besonders hervorzuheben sind Charade (1963) mit Cary Grant und Audrey Hepburn, sowie Arabesque (1969) mit Gregory Peck und Sophia Loren. Danach wurde es immer ruhiger um den Filmemacher, erst in den 90er Jahren und zuletzt 2002 kehrte er wieder auf seine geliebten Theater-Bühnen als Direktor für Adult Entertainment zurück.1998 wurde ihm endlich der hochverdiente Ehren-Oscar verliehen. Zu Recht titulierte ihn der Filmkritiker David Quinlan einmal als „König der Hollwood Musicals“.
Autor: Michael Denks