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Danny Aiello

Danny Aiello ( 20.06.1933 )

„Ich hatte keine gute Schulbildung. Nie hätte ich Arzt oder Anwalt werden können, aber dafür Schauspieler, um solche Menschen zu spielen.“
 
Als Sohn italienischer Einwanderer verschlug es Danny Aiello erst Mitte der 70er Jahre zum Film. In 30 Jahren spielte er in über 50 Filmen mit und schaffte es bis zum heutigen Tag, einer der vielseitigsten Darsteller Hollywoods zu werden.

Da er erst spä
t ins Showbusiness einstieg, sammelte er sehr interessante Vorkenntnisse in unterschiedlichen Berufen. Für den reichhaltigen Erfahrungsschatz als Schauspieler sorgten Jobs als Rausschmeißer und Ansager. Nicht auf den Mund gefallen, konnte er sich sogar als Präsident der Busfahrergewerkschaft in New York empfehlen.1973 wurde Danny Aiello für die relativ unbekannte Produktion Bang the Drum Slowly für den Film entdeckt. Dabei durfte er in seinem Debüt keinem geringeren als Robert de Niro die Hand schütteln. Bestimmt dachte Aiello nicht im Traum daran, dass dies nur die erste von vielen gemeinsamen Produktionen sein würde. Genauso wenig konnte er sich ausmalen, dass die folgenden gemeinsamen Streifen zu legendären Kultfilmen aufsteigen würden. In Der Pate 2 (1974) durfte er den berühmt gewordenen Satz: „Michael Corleone says hello!" zur Filmgeschichte hinzufügen.

Zehn Jahre später brillierte er in Es war einmal in Amerika als korrupter Police Chief Vincent „Aiello“. Schon zu dieser Zeit war klar, dass man einen echten Charakterdarsteller gefunden hatte. Obwohl er noch öfter die brutalen oder gemeinen Bösewichte, wie 1981 als Rassist in dem Polizeidrama Fort Apache, The Bronx mit Paul Newman spielte, konnte er auch wunderbar den liebenswerten, lustigen und väterlichen Typ auf der Leinwand darstellen. Unvergessen ist sein etwas unbeholfener Auftritt als Johnny Cammareri in Moonstruck (1987), zusammen mit Cher und Nicolas Cage. Der Film wurde für sechs Oscars nominiert. Er selbst konnte eine Nominierung für die begehrteste Trophäe der Welt zwei Jahre später selbst einheimsen. Mit Do the Right Thing, einem kritischen Werk von Spike Lee, zog er alle Register seines Könnens.

Für Bruce Willis wurde Hudson Hawk (1991) ein wirtschaftliches Desaster, doch mit Danny Aiello bezauberten die beiden mit der wohl sympathischsten Performance von Swinging on a Star. Unvergesslich wird auch Aiellos erneut italienisch angewurzelte Figur als „Tony“ in dem Meisterwerk Leon der Profi bleiben. Auch hier spielte er den Mafioso mit gutem Herz. Bis heute ist Danny Aiello seiner Geburtsstadt New York als Schauplatz vieler eigener Filme und Theaterauftritte treu geblieben.

Autor: Michael Denks

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